Archiv für Februar 2008

Regen, Regen, Regen

Dicke Regenwolken über Queensland, dem Sunshine State

Es ist kaum zu glauben. Auf den Autokennzeichen in Queensland liest man “The Sunshine State”. Die letzten Tage waren allerdings nicht besonders sonnig. Eigentlich regnet es wie aus Kübeln und zwar der ganzen Tag non stop. Auf die Temperaturen hat das allerdings kaum einen Einfluss. Es sind immer noch mindestens 26 Grad. Ich kam mir heute morgen ein bisschen vor wie in einem türkischen Dampfbad. Herrlich!
Die ganze Sache hat einen entscheidenden Vorteil: Für die Uni muss ich gerade ackern wie blöd und das miese Wetter verhindert zumindest, dass ich auf dumme Gedanken komme. Zum Beispiel Strand, Sonne, Sonnenschein … aber wer denkt schon an sowas in Australien. Musste am Freitag mein erstes Assignment abgeben und heute gleich noch eins. Habe bis heute morgen um 4 noch daran gearbeitet, um dann völlig vernichtet noch knappe 3,5 Stunden zu schlafen. Ist aber alles gut gegangen. Hab’s anständig fertig bekommen und bin letztendlich auch recht zufrieden damit. Um mein Schlafdefizit wieder auszugleichen werde ich heute früher schlafen gehen. Und zwar genau … jetzt! Es ist 20:36. Schlafenszeit!

Der Sonne entgegen in den Februar

Letzten Donnerstag sind wir mal wieder nach Surfers Paradise gefahren … und ich mag dieses Kaff noch immer nicht. Es gibt dort einen Club: The Drink. Und auch dieser Club gehört zu der Kategorie von Etablissements, die ich eigentlich nicht mag. Nun ja, ich muss wahrscheinlich niemandem erklären, was man unter Gruppenzwang versteht: Ich habe mich also mit in diesen Club schleifen lassen. Unterm Strich war’s nicht so schlimm wie befürchtet. Ich hab mir ein paar Gin Tonic in die Birne gekippt und hatte eine gute Zeit. Als wir uns dann gegen 3:30 Richtung Bus aufmachen wollten, hatte plötzlich jemand die glorreiche Idee nochmal zum Strand zu latschen. Das wiederum gehört zu der Kategorie von Ideen, die ich wirklich mag. Also sind wir los Richtung Strand, mussten aber noch einen Abstecher zu McDo machen, um dann mit einer braunen Papiertüte in der Hand den Sand zu betreten. Noch mal fix auf die Uhr geschaut: 4:05. Dann dachten wir uns: Da die Queenslander keinen Bock auf Sommerzeit haben, geht die Sonne hier um diese Jahreszeit schon extrem früh auf, gegen 4:30. Wie wär es also, wenn wir noch ein paar Minütchen warten und uns das Spektakel ansehen. Wieder eine gute Idee. Also haben wir es uns im warmen Sand gemütlich gemacht und gewartet. Und kurz darauf ging es dann auch schon los…

Sonnenaufgang über dem Pazifik

Ein wunderbarer Sonnenaufgang über dem Pazifk. Im Stillen habe ich mir dann mal die Weltkarte vor mein geistiges Auge gerufen. Wenn man von Australien aus Richtung Osten schaut, also über den Pazifik hinweg, kommt erstmal eine ganze Weile gar nichts … das war irgendwie ein seltsames Gefühl. Ich fühlte mich plötzlich sehr klein und einsam und weit weg vom Rest der Welt. Klingt bescheuert, ich weiß. War es auch. Aber auch ganz cool eigentlich. Als es dann heller wurde und man wieder die hässlichen Betontürme von Surfers sehen konnte, sind wir zu Fuß wieder Richtung Uni gelatscht. Ich mag sowas und Alles in Allem war es ein guter Start in den Februar.